Mi

08

Feb

2012

Eingefroren

Es war kalt. Temperaturen um die minus 25 Grad hier auf dem Berg sind im Winter keine Seltenheit. Die Eisblumen an den noch immer uralten handgeblasenen Fensterscheiben unseres schlecht isolierten Hauses, zeigen uns, das der Winter noch alles fest im Griff hat.

 

Auch unsere Wasserleitung ist eingefroren, was uns an unsere erste Zeit in Schweden erinnert, als wir das Wasser noch mit Eimern vom Brunnen holen mußten.

 

Aber so ist das nun mal: Wenigstens kommt man an Wasser ran, wenn man auf dem Land lebt, auch wenn es nicht leicht ist.

Denn was macht man, wenn man in einer Stadt in einem Hochhaus lebt und in einem langen, harten Winter so etwas passiert, vielleicht sogar in Verbindung mit Stromausfall?

 

Der Mensch von heute verläßt sich vielleicht ein wenig zu viel auf die Technik, die zwar vieles erleichtert, aber auch abhängig macht.

 

Der Winter ist ansonsten ganz gut um mal auszuspannen und die Seele baumeln zu lassen. Es mal ruhiger angehen zu lassen, bevor unser Hof wieder von Wwoofern und Praktikanten und hoffentlich auch vielen Low-Budget Urlaubern wimmelt, die unseren Hof kennenlernen möchten.

 

Wir hatten viel Zeit neue Pläne zu schmieden und uns Projekte auszudenken, die wir dieses Jahr in Angriff nehmen wollen, doch dazu ein anderes Mal mehr.

 

Allen die frieren in der kalten Jahreszeit und vielleicht auch eingefrorene Leitungen haben und mit klammen und verfrorenen Händen Wassereimer schleppen müssen, sei gesagt, das der Frühling nicht mehr weit weg ist. Und dann taut bestimmt auch die Wasserleitung wieder auf.

 

Michael von Dolsperg

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Kommentare: 1

  • #1

    Hauke (Mittwoch, 22 Februar 2012 21:03)

    Hallo, seit ihr schon wieder aufgetaut? In Deutschland kündigt sich so langsam der Frühling an. Gruss Hauke

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Outdoor- Magazin, Juni 2010

Freie Heilpraktiker (”Wir”), Dezember 2009

 

 

 

Cordula und Michael verlassen Deutschland. Sie fühlen sich eingeengt und perspektivlos. In den schwedischen Wäldern haben sie sich eine alte Holzhütte ohne Strom gekauft, die sie gegen die Bequemlichkeiten ihrer alten Heimat eingetauscht haben. Ihr Ziel – Selbstversorger in Schweden. Doch ist nicht alles so einfach, wie es klingt.

 

In diesem Buch beschreibt Cordula 6 Jahre Auswanderalltag ungeschminkt in allen Facetten. Daß es heute nicht so leicht ist, ein Leben ohne Strom zu führen, wird in dem reich bebilderten Buch (über 90 Fotos!) ebenso herzlich erfrischend von der Autorin geschildert wie die vielen anderen schönen und schlechten Momente in ihrem neuen Zuhause.

 

Daß Wäschewaschen ohne Waschmaschine zeitraubend und mühselig ist, und daß man beim Holzhacken fast die Hand verlieren kann, sind nur einige der fesselnden Anekdoten, in denen Cordula das Leben in Schweden beschreibt. Sie läßt den Leser eindrucksvoll teilhaben an der Arbeitssuche, ebenso wie an der Zähmung eines Hühnerkükens oder den Schwierigkeiten, ein Plumpsklo zu entleeren.

 

Dieses amüsant und leicht zu lesende Buch legt man nicht so schnell zur Seite. Für alle, die jemals vom Auswandern geträumt haben oder für Freunde Schwedens, ist diese Geschichte vielleicht nicht nur spannende Freizeit- oder Urlaubslektüre, sondern auch ein Buch, das Mut macht. Nämlich Probleme anzupacken, wo sie auftauchen, die schönen Momente zu genießen und seine Träume zu leben.  

 

ISBN: 9-783839-103142

 

 

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