Mi
08
Feb
2012
Es war kalt. Temperaturen um die minus 25 Grad hier auf dem Berg sind im Winter keine Seltenheit. Die Eisblumen an den noch immer uralten handgeblasenen Fensterscheiben unseres schlecht isolierten Hauses, zeigen uns, das der Winter noch alles fest im Griff hat.
Auch unsere Wasserleitung ist eingefroren, was uns an unsere erste Zeit in Schweden erinnert, als wir das Wasser noch mit Eimern vom Brunnen holen mußten.
Aber so ist das nun mal: Wenigstens kommt man an Wasser ran, wenn man auf dem Land lebt, auch wenn es nicht leicht ist.
Denn was macht man, wenn man in einer Stadt in einem Hochhaus lebt und in einem langen, harten Winter so etwas passiert, vielleicht sogar in Verbindung mit Stromausfall?
Der Mensch von heute verläßt sich vielleicht ein wenig zu viel auf die Technik, die zwar vieles erleichtert, aber auch abhängig macht.
Der Winter ist ansonsten ganz gut um mal auszuspannen und die Seele baumeln zu lassen. Es mal ruhiger angehen zu lassen, bevor unser Hof wieder von Wwoofern und Praktikanten und hoffentlich auch vielen Low-Budget Urlaubern wimmelt, die unseren Hof kennenlernen möchten.
Wir hatten viel Zeit neue Pläne zu schmieden und uns Projekte auszudenken, die wir dieses Jahr in Angriff nehmen wollen, doch dazu ein anderes Mal mehr.
Allen die frieren in der kalten Jahreszeit und vielleicht auch eingefrorene Leitungen haben und mit klammen und verfrorenen Händen Wassereimer schleppen müssen, sei gesagt, das der Frühling nicht mehr weit weg ist. Und dann taut bestimmt auch die Wasserleitung wieder auf.
Michael von Dolsperg
Hallo, seit ihr schon wieder aufgetaut? In Deutschland kündigt sich so langsam der Frühling an. Gruss Hauke
