Di

05

Jul

2011

Jetzt geht´s an die Früchte

Heute haben meine drei Wwoofer und ich Erdbeertorte mit Vanillepudding gegessen. Lecker! Eigene Erdbeeren, und Denise besteht drauf, daß es die besten Erdbeeren sind, die sie je gegessen hat. Und damit ich die Ableger dieser tollen Erdbeeren auch einpflanzen kann, hat sie mit Peter heute erstmal ein neues Erdbeerbeet angelegt. Und das ging so: Auf gemähten Rasen wurde eine dicke Schicht Zeitungen gelegt (momentan sind wir in den 70-er Jahren; der Stapel auf dem Dachboden der Schule wird ganz, ganz allmählich kleiner. Und spannend ist das immer, die Schlagzeilen zu lesen!), darauf wurde Kuhmist dick ausgebracht. Und da drauf dann eine dicke Schicht altes Heu, das seit zehn Jahren in einer der Scheunen herumstaubt. Es ist perfekt, der Hof hat alles, was man zum Beetebauen braucht!

 

Überhaupt sind wir am Mulchen und Beete bauen. Dort, wo die Wege sein sollen, verzichten wir natürlich auf den guten Kuhmist, dort liegt das Heu direkt auf den Zeitungen, die erfahrungsgemäß nach spätestens einem Jahr total verrottet sind.

 

Außerdem waren Denise und Peter gestern Blaubeeren pflücken. Zweieinhalb Kilo haben sie mitgebracht, und daraus haben wir heute Marmelade gekocht. Biomarmelade, denn ich hatte mir aus Deutschland Biokonfitura mitgebracht, die ich unbedingt mal ausprobieren wollte. Drei Gläser haben wir mit Honig statt mit Zucker gesüßt, mal sehen, wie lange sich das auf diese Weise hält.

 

Morgen gehen die beiden nochmal in die Blaubeeren, dann gibt es nochmal Marmelade, und am Donnerstag gibt es dann Abschieds- Blaubeerpfannkuchen, denn Freitag früh ist Abreise für unsere beiden deutschstämmigen Schweizer.

 

Sonnabend kommt die nächste Ladung Wwoofer: Zwei Mädels aus Berlin, die gerade ihr Abitur gemacht haben. Und am Sonntag erwarten wir meine Küchenfee, die hierher radelt. Ich habe ihn schon vor den letzten drei Kilometern gewarnt, wo es nur bergauf geht und ihm nahegelegt, doch vorher noch in den See zu hüpfen. Dann habe ich vier Wwoofer, die beschäftigt werden wollen J

 

Cordula

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Outdoor- Magazin, Juni 2010

Freie Heilpraktiker (”Wir”), Dezember 2009

 

 

 

Cordula und Michael verlassen Deutschland. Sie fühlen sich eingeengt und perspektivlos. In den schwedischen Wäldern haben sie sich eine alte Holzhütte ohne Strom gekauft, die sie gegen die Bequemlichkeiten ihrer alten Heimat eingetauscht haben. Ihr Ziel – Selbstversorger in Schweden. Doch ist nicht alles so einfach, wie es klingt.

 

In diesem Buch beschreibt Cordula 6 Jahre Auswanderalltag ungeschminkt in allen Facetten. Daß es heute nicht so leicht ist, ein Leben ohne Strom zu führen, wird in dem reich bebilderten Buch (über 90 Fotos!) ebenso herzlich erfrischend von der Autorin geschildert wie die vielen anderen schönen und schlechten Momente in ihrem neuen Zuhause.

 

Daß Wäschewaschen ohne Waschmaschine zeitraubend und mühselig ist, und daß man beim Holzhacken fast die Hand verlieren kann, sind nur einige der fesselnden Anekdoten, in denen Cordula das Leben in Schweden beschreibt. Sie läßt den Leser eindrucksvoll teilhaben an der Arbeitssuche, ebenso wie an der Zähmung eines Hühnerkükens oder den Schwierigkeiten, ein Plumpsklo zu entleeren.

 

Dieses amüsant und leicht zu lesende Buch legt man nicht so schnell zur Seite. Für alle, die jemals vom Auswandern geträumt haben oder für Freunde Schwedens, ist diese Geschichte vielleicht nicht nur spannende Freizeit- oder Urlaubslektüre, sondern auch ein Buch, das Mut macht. Nämlich Probleme anzupacken, wo sie auftauchen, die schönen Momente zu genießen und seine Träume zu leben.  

 

ISBN: 9-783839-103142

 

 

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