Di

12

Apr

2011

Der Hof erwacht zu neuem Leben...

 

Endlich kommt der Frühling. Lag vor 10 Tagen noch knapp ein halber Meter Schnee und vermieste uns die Ankunft auf unserem Hof, so scheinen wir doch etwas Wärme aus Portugal mitgebracht zu haben. Die letzte Woche war es tagsüber meist sonnig und über 10 Grad warm. Rekord war dann gestern mit sage und schreibe 17 Grad.

Bei slchen Temperaturen taut es schnell... Bei slchen Temperaturen taut es schnell...

Ich brauche wahrscheinlich niemandem zu erklären, was passiert, wenn ganz viel Schnee ganz schnell schmilzt. Kurz und gut – die Straße zu uns ist nicht weit von dem entfernt, was man als unpassierbar bezeichnen kann. Die paar Male, die wir unterwegs waren, hatten wir mehr Glück als Verstand, daß unser uralter Volvo sich doch durch den Schlammweg wühlte.

 

Eine dieser Schlammfahrten galt unseren Hühnern. Diese hatten wir während unseres dreimonatigen Aufenthaltes im Süden bei einem früheren Arbeitskollegen in Hühnerpension gegeben. Leider starb unser Lieblingshahn namens Klarasson während unserer Abwesenheit (benannt nach dem legendärem Hahn Klara Nyfiken, dessen direkter Nachfahre er war – wer mehr wissen will – einfach Klara Nyfiken googeln).

IN MEMORANDUM - Klarasson IN MEMORANDUM - Klarasson

Immerhin schaffte es mein Kollege, von den 19 ihm anvertrauten Hühnern 17 Exemplare über den Winter zu bringen. Am Sonntag fuhr ich dann los, um meine Schützlinge wieder heim auf den Hof zu holen. 2 Stunden hin und 2 Stunden zurück, weil mein Arbeitskollege am Ende der Welt wohnt. Aber was macht man nicht alles für das geliebte Federvieh.

Endlich wieder zu Hause... Endlich wieder zu Hause...

Mensch, haben wir das Krähen und Gackern vermißt! Die Hühner, die bei meinem Kollegen nur in der Scheune waren, genossen es sichtlich, endlich mal wieder in der Frühlingssonne spazieren zu gehen. Im frisch gemisteten Stall wurde erstmal ein ausgiebiges „Bad“ in Torfstreu genommen.

Auch die Katzen genießen die Sonne.

 

Hemmel sonnt sich... Hemmel sonnt sich...

Und wir? Hm- wir wissen vor Arbeit nicht, wo uns der Kopf steht. Aber zum Glück kommen bald die ersten Praktikanten auf den Hof, so daß wir vielleicht ein wenig entlastet werden.

 

 

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Outdoor- Magazin, Juni 2010

Freie Heilpraktiker (”Wir”), Dezember 2009

 

 

 

Cordula und Michael verlassen Deutschland. Sie fühlen sich eingeengt und perspektivlos. In den schwedischen Wäldern haben sie sich eine alte Holzhütte ohne Strom gekauft, die sie gegen die Bequemlichkeiten ihrer alten Heimat eingetauscht haben. Ihr Ziel – Selbstversorger in Schweden. Doch ist nicht alles so einfach, wie es klingt.

 

In diesem Buch beschreibt Cordula 6 Jahre Auswanderalltag ungeschminkt in allen Facetten. Daß es heute nicht so leicht ist, ein Leben ohne Strom zu führen, wird in dem reich bebilderten Buch (über 90 Fotos!) ebenso herzlich erfrischend von der Autorin geschildert wie die vielen anderen schönen und schlechten Momente in ihrem neuen Zuhause.

 

Daß Wäschewaschen ohne Waschmaschine zeitraubend und mühselig ist, und daß man beim Holzhacken fast die Hand verlieren kann, sind nur einige der fesselnden Anekdoten, in denen Cordula das Leben in Schweden beschreibt. Sie läßt den Leser eindrucksvoll teilhaben an der Arbeitssuche, ebenso wie an der Zähmung eines Hühnerkükens oder den Schwierigkeiten, ein Plumpsklo zu entleeren.

 

Dieses amüsant und leicht zu lesende Buch legt man nicht so schnell zur Seite. Für alle, die jemals vom Auswandern geträumt haben oder für Freunde Schwedens, ist diese Geschichte vielleicht nicht nur spannende Freizeit- oder Urlaubslektüre, sondern auch ein Buch, das Mut macht. Nämlich Probleme anzupacken, wo sie auftauchen, die schönen Momente zu genießen und seine Träume zu leben.  

 

ISBN: 9-783839-103142

 

 

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