Di

15

Mär

2011

Auf der Heimreise

Wir sind auf dem Heimweg und bereits in Nordspanien angekommen. Dabei haben wir festgestellt, das Nordspanien sehr schön ist und gleich noch zwei Tage Zwischenstopp im Land der Basken eingelegt. Der ursprüngliche Plan war ja von Nordportugal nach Galicien zu reisen und uns Santiago de Compostela und den Jacobsweg mal anzuschauen und die rauhe Küste zu inspizieren.

 

 

Küste von Galicien Küste von Galicien

Aber daraus wurde nichts. Wir fuhren zwar nach Galicien und blieben 2 Nächte. Aber uns blieb nur einzusehen, daß unser „Equipment“ (unser Schrammelwohnwagen, an dem nichts, aber auch gar nichts funktioniert – ausser das er fährt) ungeeignet ist für ein Land, in dem so gut wie kein Campingplatz offen hat. Und die, die offen haben, verlangen 25 Euro pro Nacht und mehr, völlig unakzeptabel für unsere geschröpfte Urlaubskasse. Beim „wilden Campen“, wie wir es sehr oft in Portugal gemacht haben, sind die Spanier nicht so tolerant. Einmal flüchteten wir von einem sehr schönem Platz am Meer, wo man zwar mit Auto parken durfte, aber Wohnwagen und Wohnmobile verboten waren. Laut Schild werden pro Quadratmeter dann 30,05 Euro Strafe fällig. Das wollten wir nicht ausprobieren, zumal die Ploizeiwache direkt gegenüber lag.

 

Als wir wieder mal nach dem fünften geschlossenen Campingplatz total entnervt waren, fragte ich den Campingplatztypen ob er nicht mal eine Ausnahme machen könnte und Cordula ließ ihren Charme spielen, so daß wir für 5 Euro Schwarzpreis eine Nacht campen durften.

 

Danach waren wir uns ziemlich einig, unser geplantes Galicien-Abenteuer zu beenden und zurück nach Portugal zu fahren, wo die Campingplätze meistens offen haben. Es waren nur 250 Kilometer zurück zu einer Stelle in der Nähe von Esposente, wo wir schon einige Nächte „wild“ gecampt hatten. Direkt am Atlantik mit einem sehr sauberen Fluß der ins Meer mündete. Dort verbrachten wir dann unsere „Galicien-Woche“ aus der dann eine Strandwoche wurde.

 

Spaziergang in Nordportugal Spaziergang in Nordportugal

Dort waren die Bauern schon voll mit Saat und Ernte beschäftigt. Wenn wir in ein paar Wochen zu Hause sind, dann fangen wir gerade mal mit der Anzucht an.

 

 

Gemüse im Februar... Gemüse im Februar...

Und nun sind wir noch hundert Kilometer von der französischen Grenze weg. Wer Gebirge und Meer in Kombination liebt, der sollte mal ins Baskenland fahren. Leider konnten wir es auch nicht richtig entdecken, doch der Eindruck ist ein schöner.  

 

Nordspanische Küste Nordspanische Küste
Baskenland Baskenland

Noch Zahnarzt in Deutschland, Familie und ein paar Freunde besuchen und dann hat uns Schweden und der Schnee wieder. Nicht zu glauben, daß zweieinhalb Monate so schnell umgehen können. Aber es hat auch sein Gutes. Wir werden viel arbeiten damit wir uns den nächsten Winter wieder in den Süden verkrümeln können, nötigenfalls wieder mit dem Schrammelwohnwagen...

 

Michael v. Dolsperg

 

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Outdoor- Magazin, Juni 2010

Freie Heilpraktiker (”Wir”), Dezember 2009

 

 

 

Cordula und Michael verlassen Deutschland. Sie fühlen sich eingeengt und perspektivlos. In den schwedischen Wäldern haben sie sich eine alte Holzhütte ohne Strom gekauft, die sie gegen die Bequemlichkeiten ihrer alten Heimat eingetauscht haben. Ihr Ziel – Selbstversorger in Schweden. Doch ist nicht alles so einfach, wie es klingt.

 

In diesem Buch beschreibt Cordula 6 Jahre Auswanderalltag ungeschminkt in allen Facetten. Daß es heute nicht so leicht ist, ein Leben ohne Strom zu führen, wird in dem reich bebilderten Buch (über 90 Fotos!) ebenso herzlich erfrischend von der Autorin geschildert wie die vielen anderen schönen und schlechten Momente in ihrem neuen Zuhause.

 

Daß Wäschewaschen ohne Waschmaschine zeitraubend und mühselig ist, und daß man beim Holzhacken fast die Hand verlieren kann, sind nur einige der fesselnden Anekdoten, in denen Cordula das Leben in Schweden beschreibt. Sie läßt den Leser eindrucksvoll teilhaben an der Arbeitssuche, ebenso wie an der Zähmung eines Hühnerkükens oder den Schwierigkeiten, ein Plumpsklo zu entleeren.

 

Dieses amüsant und leicht zu lesende Buch legt man nicht so schnell zur Seite. Für alle, die jemals vom Auswandern geträumt haben oder für Freunde Schwedens, ist diese Geschichte vielleicht nicht nur spannende Freizeit- oder Urlaubslektüre, sondern auch ein Buch, das Mut macht. Nämlich Probleme anzupacken, wo sie auftauchen, die schönen Momente zu genießen und seine Träume zu leben.  

 

ISBN: 9-783839-103142

 

 

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