Mi
05
Jan
2011
Wir können es selbst noch gar nicht glauben, aber wir haben es gemacht. Im Superschneesturm am 24.12. noch fast auf Puttgarden in einer Schneewehe hängengeblieben, so konnten wir Weihnachten doch bei unseren Familien feiern. Danach revanchierten wir uns mit einem Gegenbesuch bei Freunden von uns.
Robert sagte damals: "Ein Wikinger muß reiten können, ich such Dir schon ein Pferd das Dich nicht runterschmeißt!"
Und so wurde ich an einem Tag zweimal auf ein Pferd gesetzt und wie versprochen fiel ich auch nicht runter.
Und so konnten Cordula und ich zusammen mit anderen Reitersleuten den herrlichen Winterwald des Hohen Meißners durchreiten. Ein wenig leid taten mir die Pferde als sie durch Schnee stapfen mußten, der ihnen bis zum Bauch ging aber die Extraportion Hafer haben sie sich wirklich verdient.
Auch Roberts Kamel Samson kaute gemächlich auf dem Heu. Ich hatte das Kamelschild ja erst für einen Scherz gehalten, aber da guckte mich Samson an. Ist er nicht toll?
Am Abend ließ ich mich dann noch bequatschen einen Fackelmarsch ins nächste Wirtshaus zu machen. Die Mädels hatten schon zwei Flaschen saure Kirsche klargemacht, damit wir auf dem Weg nicht frieren. Als wir im Wirtshaus ankamen, hatten wir alle schon einen kleinen im Tee...
Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen von unseren beiden ritterlichen Gastgebern die uns einen richtig schönen Tag bescherten. Nun sollte es losgehen, dem Frühling entgegen, denn von Schnee hatten wir jetzt erstmal genug. Am zweiten Tag schafften wir es dann bis Frankreich und es erstaunte uns, wie heruntergekommen doch alles wirkte. Doch Frankreich ist landschaftlich auch sehr schön.
Spaziergang in der Auvergne
Doch Franzosen sind ja auch etwas eklig wenn ich das mal so sagen darf. Die kacken in Löcher! Wer mal in Frankreich unterwegs ist, dem empfehle ich mal die Benutzung eines solchen Lochklos - ist echt ein Erlebnis.
Und so ging es dann immer weiter Richtung Süden. Irgendwann waren wir dann in Spanien. Leider müssen wir wirklich feststellen, das unsere südlichen Nachbarn was Müll in die Gegend werfen anbelangt, Weltmeister sind. Schweden und Deutschland sind da wirklich um viele Längen sauberer. An Rastplätzen Müll obwohl es Papierkörbe gibt - völlig unverständlich für mich.
Trotzdem gibt es charmante Plätze wie dieses ehemalige Hotel hier.
Vorgestern kamen wir dann in Portugal an. Hier ist Frühling. Eindeutig zu viel warme Kleidung mitgenommen. T-shirt-Wetter. Atlantik, Sonne aber auch hier viel Müll. Trotzdem ein tolles Klima, jedenfalls jetzt. In Schweden hätten wir jetzt bestimmt um die minus 15 Grad und hier sind es jetzt etwa 15 Plus- wobei es heute windig und bewölkt ist. Aber egal - der Frühling ist hier und wenn wir bald zurückfahren, dann nehmen wir ihn einfach mit.
Wer hätte gedacht, das der 650 Euro Wohnwagen die 4000 Kilometer von Schweden bis nach Portugal schafft? Ich nicht!