Di
23
Nov
2010
Als ich heute morgen die Hühner fütterte, hörte ich ein merkwürdiges Rascheln. Hatte Cordula gestern etwa den Stall zu früh geschlossen, so daß eine Henne im Vorraum pennen mußte? Wieder ein Rascheln – entschieden zu laut für Huhn oder Maus. Aber ich konnte nichts sehen, weil leere Futtertüten dort gesammelt werden.
Egal – ich wollte wissen, was das ist. Also Tüten weg, und da sah ich ihn und traute meinen Augen kaum. Da hat ein Schlingel von Dachs sich bei den Hühnern einquartiert. Das geht gar nicht, dachte ich, der frißt Hühnerfutter, Hühnereier und mit Pech auch unsere Hühner. Also schnell ins Haus, Axt und Fotoapparat geholt und wegen dieses Fotos ist mir das Mistvieh entwischt.
Hätte nicht gedacht, daß die Viecher so schnell sind, aber das nächste Mal gibt es saures. Man merkt echt, daß man in der Wildnis wohnt. Kurz nach unserem Unfall vom Freitag lief uns doch noch ein Koloß von einem Elch fast vors Auto. Mehr als drei Meter Platz waren da nicht mehr. Manchmal hat man auch Glück.
Die Hühnerhaltung bereitet immer noch große Freude. Heute hat Cordula wieder 5 Eier aus dem Stall geschleppt. Die legen Eier wie die Bekloppten. Jetzt, wo es kalt ist und Schnee liegt, gehen sie auch gar nicht so gerne raus – picken und scharren funktioniert ja jetzt nicht so gut. Wahrscheinlich ist ihnen da jetzt ein wenig langweilig und sie nutzen die Zeit zum Eierlegen.
Also wieder Eierkuchen morgen…
Michael von Dolsperg