Do

18

Nov

2010

Der Rüffel

18.11.2010

 

Gestern war ich mal wieder bei meinem Osteopathen. Und bekam von ihm einen richtigen Rüffel verpaßt: Mein Rücken hat sich wieder verschlechtert. Ursache: Reine Faulheit. Und ein Teil Vergeßlichkeit, denn wir hatten wirklich viel zu tun im Sommer.

 

Eigentlich sollte ich täglich meine Rückenübungen machen, und solange ich Beschwerden hatte, bin ich damit auch ganz eifrig gewesen. Dann verschwanden die Schmerzen, alles war gut, der Sommer kam- und ich vergaß ein ums andere Mal meine Rückenübungen. Und wenn ich gerade mal dran dachte, konnte oder wollte ich sie nicht durchführen: Während alle Wwoofis am Frühstückstisch sitzen. Nach dem Abendbrot, wenn ich todmüde nur noch ins Bett wollte. Oder wenn ich bereits im Bett lag. Dann kam der Vorsatz: Nachher mache ich sie. Ganz sicher. Oder morgen. Ja, morgen.

 

Naja, die Monate gingen ins Land. Und gestern war ich zur Kontrolle. Mit dem Ergebnis, daß mein Rücken wieder schief ist. Und mein rechtes Bein war auch wieder länger als das linke, und das nicht gerade wenig.

 

Da helfen keine Ausflüchte und Entschuldigungen. Das Resultat ist absolut inakzeptabel. Und auf meinen schwachen Versuch, Benny zu erklären, daß ich es oft vergessen hatte, sah er mich ernsthaft an und meinte: „Jaja, mit dem Alter kommt dann die Vergeßlichkeit.“

 

Er läßt nichts gelten, und Recht hat er damit. Ich schäme mich ganz furchtbar und habe ein schlechtes Gewissen. Immerhin hatte ich mir zu Beginn der Behandlung ganz fest vorgenommen, daß ich nicht zu denjenigen gehöre, bei denen der Rückenübungseifer nachläßt und sich der Rücken wieder verschlechtert. Und jetzt so was… Aber Benny ist ja ganz geduldig, und er hat mich sogar für eine Nachbehandlung Mitte Dezember in eine seiner Mittagspausen geschoben, da er sonst keine Zeit für mich gehabt hätte.

 

Ich werde jetzt dranbleiben an meinen Übungen, auch wenn mich die Tatsache, daß ich sie mein Leben lang machen muß, schwindeln läßt. Andererseits gehen sie echt fix, zehn Minuten am Tag, und das sollte uns ein funktionierender Körper schon wert sein, oder?

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Outdoor- Magazin, Juni 2010

Freie Heilpraktiker (”Wir”), Dezember 2009

 

 

 

Cordula und Michael verlassen Deutschland. Sie fühlen sich eingeengt und perspektivlos. In den schwedischen Wäldern haben sie sich eine alte Holzhütte ohne Strom gekauft, die sie gegen die Bequemlichkeiten ihrer alten Heimat eingetauscht haben. Ihr Ziel – Selbstversorger in Schweden. Doch ist nicht alles so einfach, wie es klingt.

 

In diesem Buch beschreibt Cordula 6 Jahre Auswanderalltag ungeschminkt in allen Facetten. Daß es heute nicht so leicht ist, ein Leben ohne Strom zu führen, wird in dem reich bebilderten Buch (über 90 Fotos!) ebenso herzlich erfrischend von der Autorin geschildert wie die vielen anderen schönen und schlechten Momente in ihrem neuen Zuhause.

 

Daß Wäschewaschen ohne Waschmaschine zeitraubend und mühselig ist, und daß man beim Holzhacken fast die Hand verlieren kann, sind nur einige der fesselnden Anekdoten, in denen Cordula das Leben in Schweden beschreibt. Sie läßt den Leser eindrucksvoll teilhaben an der Arbeitssuche, ebenso wie an der Zähmung eines Hühnerkükens oder den Schwierigkeiten, ein Plumpsklo zu entleeren.

 

Dieses amüsant und leicht zu lesende Buch legt man nicht so schnell zur Seite. Für alle, die jemals vom Auswandern geträumt haben oder für Freunde Schwedens, ist diese Geschichte vielleicht nicht nur spannende Freizeit- oder Urlaubslektüre, sondern auch ein Buch, das Mut macht. Nämlich Probleme anzupacken, wo sie auftauchen, die schönen Momente zu genießen und seine Träume zu leben.  

 

ISBN: 9-783839-103142

 

 

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