Sa
25
Sep
2010
Die Zeit vergeht wie im Fluge. Das merkt man auch daran, daß es jetzt wieder dunkler wird. Konnten wir bis vor zwei Wochen noch bis 20.00 Uhr arbeiten, so ist jetzt schon 19.15 Uhr Feierabend. Morgens ist es kalt und herbstlich, und während ich das hier schreibe, haben wir 3 Grad plus um 10 Uhr morgens. Aber dennoch, der Herbst ist auch eine wunderschöne Jahreszeit. Vor einigen Tagen ging ich um halb sieben aus der Haustür, um die Hunde ihr Geschäft verrichten zu lassen, und machte das Foto rechts:
Weiter ging´s zu den Schafen, um nach dem rechten zu sehen, da die Wölfe in der Nachbarschaft 6 Schafe gerissen hatten. Auch hier ein schöner Anblick, die Schafe im Morgennebel grasen zu sehen. Ein wenig muß ich immer an das Buch "Glennkill" von Leonie Swann denken, ein Schafskrimi, den alle lieben, die auch Schafe lieben.
Auch der Garten macht viel Freude, allerdings auch Arbeit. Seit Jahren geben wir immer die erste und schönste Frucht jeder angebauten Pflanze an die Erde als Opfergabe zurück. Trotz vieler Rückschläge in den letzten Jahren meinte es Mutter Erde dieses Jahr recht gut mit uns. Es ist der 25. September, wir haben immer noch frische Salatköpfe, die darauf warten, gepflückt zu werden, Mangold, asiatisches Blattgemüse, selbst einige Gurken und Tomaten bekommen wir noch.
Ein kleiner Teil der Ernte. Amerikanische Blaubeeren und mexikanische Minigurken sorgten für etwas Exotik
Das asiatische Blattgemüse verträgt es auch, wenn es etwas kälter ist. Ganz toll - unsere Blattradieschen.
Und Salat - frisch aus dem Garten, und das Ende September!
So macht der Garten jedenfalls Spaß, und wir freuen uns auf das nächste Jahr. Cordula hat fast alle Erdbeerableger eingepflanzt, für einen weiteren Wassereimer voll mit Ablegern muß noch Beetfläche geschaffen werden.
Auch die Wasserleitung in unsere Schule haben wir jetzt eingegraben, allerdings mit Minibagger - 200 Meter mit Spaten war uns dann doch zuviel. Hier müssen noch Steine abgelesen und die gröbsten Unebenheiten beseitigt werden.
Gestern kamen dann die bestellten Schwartenbretter. Man kann sie immer gut gebrauchen, sei es, um Zäune zu bauen, oder einfach nur für Brennholz. Der Stapel wird meine Freizeitbeschäftigung für die nächsten Wochen sein. Leider habe ich nur wenig Freizeit, da noch ein Haufen Kunden darauf warten, daß der Handwerker zu ihnen kommt.
Doch es wird ruhiger werden. So, wie die Blätter in herbstlichen Wetter zu Boden fallen, die Ernte fast eingebracht worden ist und es immer dunkler wird, merkt man, daß die Zeit kommt, wo man sich wieder ausruhen kann. Mit einem schönen Buch vor dem prasselnden Kaminfeuer sitzen und ein Glas Wein zu trinken, oder Vater und Mutters Rumtopf endlich zu probieren. Deshalb sind Jahreszeiten schön!
Michael von Dolsperg