Mo

06

Sep

2010

Der gestohlene blaue Himmel...

Bei strahlend blauem Himmel standen wir auf. Es versprach, ein wunderschöner Tag zu werden. Zwar war es zu kalt, um draußen zu frühstücken, aber die Temperaturen lagen bereits bei zehn Grad im Schatten. Sonne!

 

Michael verließ das Haus, und als er wieder hereinkam, sagte er: Cordula, sind das da draußen Chemtrails?

 

Alarmiert sprang ich hinaus. Das wäre ja das erste Mal, daß wir hier oben Chemtrails hätten, und bisher hatten wir immer gesagt, daß wir das rauhe Klima gern in kauf nehmen, wenn wir dafür auf den Chemiecocktail aus der Luft verzichten. Und auf den Anblick, den die weißen Gitternetzlinien in beispielsweise Südschweden, Berlin oder Hamburg bieten.

 

Ein Blick in den Himmel verriet, daß es tatsächlich Premiere für uns war. Chemtrails!

 

Ich muß dazu sagen, daß wir hier sehr selten Flugverkehr haben, so daß der Anblick, der sich mir bot, alle meine Alarmlampen rot aufleuchten ließ.

 

So hier sah es aus:

 

Selbst, wenn es sich um gewöhnliche Kondensstreifen aus Flugzeugen gehandelt hätte, kann man sich fragen, warum sie nicht auseinanderfließen. Und selbst, wenn das mal vorkommen könnte: Welch merkwürdige Flugstrecken haben sie heute früh zurückgelegt!

 

Ich hatte meinen ersten Arbeitstag, sollte einige Stunden eingearbeitet werden, um dann voll ausgerüstet in mein Büro auf unserem Hof zu ziehen. Bereits auf dem Weg zur Arbeit stellte ich fest, daß überall diese weißen Streifen am Himmel zu sehen waren, und der Himmel zog sich immer mehr zu.

 

Als ich vier Stunden später nach Hause fuhr, war es bewölkt. Und Michael und Manuel, die heute und morgen zuhause sind, bevor sie wieder auf Montage verschwinden, berichteten, daß sie dabei zugesehen hätten, wie ein Flugzeug den Himmel zugewebt habe. Manuel hatte das Phänomen der Chemtrails bis heute gar nicht gekannt, und er war absolut fassungslos, was da über unseren Köpfen geschehen war. Und auch wir konnten es kaum glauben, sollten wir jetzt regelmäßig Chemtrails zu sehen bekommen? So weit im Norden?

 

Bereits vor einigen Wochen waren wir erneut auf die Problematik aufmerksam geworden. Bei Youtube kann man sich Ausschnitte aus dem Wetterbericht der Tagesschau ansehen, in denen gesagt wird, die Wolken auf dem Wetterschirm seien keines natürlichen Ursprungs, sondern ein Ergebnis eines militärischen Experiments. Und auch auf RTL, SAT1 und sogar bei Bublath im ZDF war das Thema Chemtrails in Verbindung mit Klimaerwärmung besprochen worden. Zur besten Sendezeit.

 

Hier sind einige Links zu entsprechenden Videos auf Youtube:

 

Wetterbericht im ZDF:

http://www.youtube.com/watch?v=Xot1EI4s6j0

 

ZDF- Chemtrails gegen Erderwärmung:

http://www.youtube.com/watch?v=RbKH_ZAh9oI&feature=related

 

RTL- Chemtraileinsätze der Luftwaffe:

http://www.youtube.com/watch?v=BVjKg1JOjVY&feature=related

 

Tagesschau vom 11.09.2001 (!!):

http://www.youtube.com/watch?v=CeACJLERFSs

 

Ziel der Chemtrails soll es sein, entweder das Sonnenlicht durch das Einsprühen von Aluminium- Fluorverbindungen in die Atmosphäre zu reflektieren, um einer weiteren Erwärmung der Atmosphäre vorzubeugen. Was mit den Aluminiumteilchen später passiert, kann sich jeder ausrechnen.

 

Oder aber es soll ein Vulkanausbruch imitiert werden, der durch das Ausstoßen von Schwefelsulfaten eine Abkühlung der Temperaturen nachweislich nach sich zieht. Diese Sulfate werden den Flugzeugtreibstoffen beigemischt, bei der Verbrennung entsteht das giftige Schwefeldioxid.

 

Militärisch werden die Chemtrails dazu genutzt, Flugzeuge auf dem Radarschirm unsichtbar zu machen, ohne Rücksicht auf eventuelle gesundheitliche Folgen.

 

Zufällig (?) las ich vor wenigen Wochen im schwedischen National Geografic eine Abhandlung über Geo- Engineering, in dem verschiedene Maßnahmen zur Verhinderung einer Klimaerwärmung abgehandelt wurden. Die Chemtrailmaßnahme wurde vorgestellt- und als zu teuer und umständlich kommentiert, als daß sie zum Einsatz kommen könnte.

 

Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, hatte vor einigen Jahren versprochen, sich in der Chemtrailfrage zu engagieren, so daß wir versuchten, ihn zu kontaktieren und ihn zu fragen, inwieweit seine Bemühungen gediehen und von Erfolg gekrönt worden waren.

 

Michael stellte sich als Biobauer vor, der Auskunft darüber haben wollte, welchen Chemikalien, die in der Luft versprüht werden, sein gutes Biogemüse ausgesetzt sei, da er bereits von mehreren Kunden darauf angesprochen worden sei, inwieweit Bio überhaupt noch Bio garantieren könne.

 

Persönlich konnte Michael nicht mit dem Minister sprechen, wurde aber von einem freundlichen Mitarbeiter telefonisch unter anderem darüber informiert, daß man leider nicht gegen ein Phänomen vorgehen könne, das offiziell nicht existiere, weil es sich hierbei um eine Angelegenheit des Bundes, und nicht des Landes handele. NATO Übungen wie die über dem Hunsrück seien ohnehin geheim, man wisse nicht, was die Bundeswehr bei ihren Übungen versprühe.

 

Ich wollte es genauer wissen und schrieb das Bundesumweltministerium an mit der Bitte, mich über die Hintergründe aufzuklären und eine Stellungnahme abzugeben.

 

Bereits einen Tag später erhielt ich folgende Antwort:

 

„Sehr geehrte Frau von Dolsberg, vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese Fragen tauchen seit Jahren immer wieder auf, hauptsächlich in der Sommerzeit. Das Umweltbundesamt, unsere nachgeordnete, wissenschaftliche Behörde ,hat deshalb diverse Veröffentlichungen dazu zusammengestellt, die sie hier nachlesen können

 

http://www.umweltbundesamt.de/suchergebnisse.htm?cx=005614723337003609205%3Ag1l3iw4aado&cof=FORID%3A11&ie=ISO-8859-1&q=chemtrails&sa=%3E%3E#929

Mit freundlichen Grüßen
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
Referat  Bürgerservice“

 

Die Linksammlung ist lächerlich: Nur ein einziger Artikel behandelt Chemtrails, und der ist bereits mehrere Jahre alt und schiebt alles in die Esoterikecke. Umgehend antwortete ich dem Umweltministerium:

 

„Guten Tag,
die Publikationen, auf die Sie verweisen, sind nicht sehr aussagekräftig.

Einige Links existieren nicht mehr. Andere behandeln völlig andere Themen.
Der einzige Artikel, der das Thema wirklich trifft, lautet "Chemtrails-
Gefährliche Experimente mit der Atmosphäre oder nur Fiktion?", ist bereits
mehrere Jahre alt und verweist das Thema Chemtrails in die Esoterik- und
Verschwörungstheoretikerecke. Was aber ist mit den doch relativ aktuellen
Tagesthemen, deren Link ich Ihnen übermittelt habe? Oder ZDF/ Bublath. RTL.
Um nur einige zu nennen. Alles Esoteriker? Weltverschwörungstheoretiker?
Wohl kaum!

Haben Sie keine aktuelle Aussage zu dem Thema, die sich seriös damit
auseinandersetzt, ohne den kritischen Bürger in eine der passenden
Schubladen zu stecken?

Mit freundlichen Grüßen
Cordula von Dolsperg”

 

Das war am 05.08.2010. Seitdem warte ich auf Antwort. Die vermutlich nicht mehr kommen wird.

 

Es ist ungeheuerlich, was über unseren Köpfen geschieht. Ich bin fest davon überzeugt, daß hier eine große Vertuschungsaktion gefahren wird, denn anders kann ich es mir nicht erklären, daß man überall auf eine Mauer des Schweigens stößt. Und das Vorzimmer des Herrn Remmel hat Recht: Wie will man gegen etwas vorgehen, das offiziell nicht existiert? Wie will man Verantwortliche ausfindig machen und zur Rede stellen, wenn es die Problematik gar nicht gibt?

 

Und dann stellen sich tatsächlich noch Leute hin und reden groß von Demokratie! Ich jedenfalls bin nicht gefragt worden, ob ich dem großen Experiment über meinem Kopf zustimme. Und ich wette, von Euch hatte ebenfalls keiner die Möglichkeit, seine Meinung dazu zu äußern!

 

Was kann man tun? Staub aufwirbeln! Sprecht Eure Politiker an. Fragt Eure Abgeordneten, Volksvertreter, sprecht die Grünen an! Redet mit dem Besitzer Eures Bioladens und fragt ihn oder sie, welche Garantien sie geben können, daß diese Chemikalien nicht in ihrem Gemüse landen. Laut Robert Koch Institut gibt es wesentlich mehr Krebserkrankungen als noch vor zehn Jahren. Zufall, oder das Ergebnis durch die Belastung durch Chemiecocktails und Nanopartikel? Stellt unbequeme Fragen. Jede unangenehme Frage ist ein Sandkorn im Getriebe. Streut Sandkörner!

 

Cordula von Dolsperg

 

 

 

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Outdoor- Magazin, Juni 2010

Freie Heilpraktiker (”Wir”), Dezember 2009

 

 

 

Cordula und Michael verlassen Deutschland. Sie fühlen sich eingeengt und perspektivlos. In den schwedischen Wäldern haben sie sich eine alte Holzhütte ohne Strom gekauft, die sie gegen die Bequemlichkeiten ihrer alten Heimat eingetauscht haben. Ihr Ziel – Selbstversorger in Schweden. Doch ist nicht alles so einfach, wie es klingt.

 

In diesem Buch beschreibt Cordula 6 Jahre Auswanderalltag ungeschminkt in allen Facetten. Daß es heute nicht so leicht ist, ein Leben ohne Strom zu führen, wird in dem reich bebilderten Buch (über 90 Fotos!) ebenso herzlich erfrischend von der Autorin geschildert wie die vielen anderen schönen und schlechten Momente in ihrem neuen Zuhause.

 

Daß Wäschewaschen ohne Waschmaschine zeitraubend und mühselig ist, und daß man beim Holzhacken fast die Hand verlieren kann, sind nur einige der fesselnden Anekdoten, in denen Cordula das Leben in Schweden beschreibt. Sie läßt den Leser eindrucksvoll teilhaben an der Arbeitssuche, ebenso wie an der Zähmung eines Hühnerkükens oder den Schwierigkeiten, ein Plumpsklo zu entleeren.

 

Dieses amüsant und leicht zu lesende Buch legt man nicht so schnell zur Seite. Für alle, die jemals vom Auswandern geträumt haben oder für Freunde Schwedens, ist diese Geschichte vielleicht nicht nur spannende Freizeit- oder Urlaubslektüre, sondern auch ein Buch, das Mut macht. Nämlich Probleme anzupacken, wo sie auftauchen, die schönen Momente zu genießen und seine Träume zu leben.  

 

ISBN: 9-783839-103142

 

 

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