Mo
16
Aug
2010
Der Herbst hat spürbar Einzug gehalten. In den letzten vier, fünf Tagen veränderte sich die Atmosphäre, die Blätter fingen an, sich zu verfärben, und nicht wenige liegen bereits am Boden. Zwar ist es noch warm, allerdings handelt es sich um eine Wärme, die anders ist als die des Sommers. Die Vögel schweigen, nur hin und wieder ziehen singende Kraniche über unser Grundstück und lassen uns für einen Moment in unserem Tun innehalten und ihnen auf ihrem Weg nach Süden nachblicken.
Wie schnell ist der Sommer vergangen! Wir hatten viele schöne Wochen bis lang in den Juli hinein, und jetzt scheint der Regen der letzten drei Wochen auch endlich abzuziehen und einem milden Frühherbst Platz zu machen.
Es muß im Mai gewesen sein, als ich träumte, es sei endlich Frühling geworden, am nächsten Tag jedoch bereits wieder Herbst mit Kälte und Frost. Ich war richtig erschrocken in diesem Traum, und nach dem Erwachen war ich heilfroh, daß tatsächlich erst Mai war, hatten wir doch noch einige hoffentlich sonnige Monate vor uns.
Und nun ist es doch soweit. Herbst. Die Tage werden merklich kürzer, in sechs Wochen müssen wir mit den ersten Frösten rechnen. Bald ist Herbsttagundnachtgleiche. Die Zeit steht nicht still, unmerklich verrinnen Sekunden, die zu Minuten, Stunden, Tagen und letztendlich Wochen werden. Zeit, die nicht wiederkehrt. Zeit, die wir hoffentlich im positiven Sinne genutzt haben. Denn sonst wäre es verschwendete Zeit gewesen.