Mo
26
Apr
2010
Da wir Euch die Ostereier nicht vermiesen wollten, haben wir bis jetzt damit gewartet. Die meisten Ostereier kommen ja aus der Legebatterie und wen es interessiert, wie es den Hühnern dort geht,
kann sich das auf den Seiten von verschiedenen Tierschutzorganisationen ansehen.
Doch auch hier auf unserem Hof, wo Hühner Gras picken können und jedes Huhn eine größere Auslauffläche hat als ein Durchschnittsschrebergarten, ist ein Hühnerleben mal zu Ende. Viele unserer
Küken des Vorjahres waren männlich, was bedeutet, dass die Lebenserwartung mangels der Fähigkeit, Eier legen zu können, so hoch ist, wie die Anzahl der Monate bis zur Erreichung des
Schlachtgewichtes.
Man muß sich als Fleischesser lernen, in die Augen seiner Beutetiere schauen zu können. Am Anfang war das nicht leicht, aber man gewöhnt sich.
Wir wollen kein anonym verpacktes Fleisch aus dem Supermarkt. Wir wollen wissen, was wir essen.
Inzwischen sind wir Selbstversorger mit Hühnereiern und Hühnerfleisch, und wir sind begeisterte Hühnerhalter geworden. Und die nächste Generation Eierleger und Hähnchenkeulenträger wächst bereits
heran. Pünktlich zu Ostern kam die erste unserer Hennen mit vier Küken aus ihrem Versteck. Auch sie werden uns im Austausch für Futter, Stall und Fürsorge ihre Eier, ihr Fleisch und ihre
Nachkommen geben müssen.
Michael